Aus der Vergangenheit in die Zukunft

Wir haben einen guten Fang gemacht: METIS!

Sie ist das perfekte Match für einen adäquaten Botschafter unserer Kanzlei: Die sieben Weltmeere haben wir durchforscht, die Erde von Nord nach Süd erkundet, um ein Wesen zu finden, das helfen kann, unsere Kanzlei sicher in die Gewässer der Zukunft zu steuern. Bis endlich aus den Tiefen der Ozeane und der (Ge-)Zeiten dieses Geschöpf aufgetaucht ist, um unsere analoge Vergangenheit mit einer digitalen Zukunft zu verbinden.  Schon seit Urzeiten steht ihr Name für Weisheit, Klugheit, Scharfsinn sowie praktische Intelligenz. Viele – und nun auch wir – wissen ihren guten Rat zu schätzen.

Intelligent, multitaskingfähig und sympathisch
Heutzutage hat METIS überdies Zugriff auf alle verfügbaren Hightech-Szenarien – wie Quantencomputer, KI und Wissensbibliotheken – und ist universell vernetzt mit jeglichem Cloud- und Schwarmwissen. Mit ihren neun Hirnen und acht Armen ist sie multitaskingfähig, hochbegabt, dabei äußerst hilfsbereit, überaus sympathisch und vor allem wissbegierig.

Acht rechte Hände
Wir sind glücklich, dieses kleine Genie nun an Bord unserer Kanzlei zu haben, wo METIS gleich als acht rechte Hände unseres Kapitäns angeheuert hat. Und da es in der neuen, digitalen Welt fast täglich neues Wissen gibt, das METIS unermüdlich einsammelt und verarbeitet, ist unser schlauer Krake bereits unverzichtbarer Teil unserer Crew geworden. Denn METIS ist nicht nur nahezu allwissend – auch sie kann STEUERN – und durch ihr umfassendes Wissen vor allem Steuern SPAREN. Zu ihrer Lieblingsbeschäftigung gehört – aber das sollen wir eigentlich niemandem verraten – ein Bad in gesparten Geldscheinen zu nehmen – oder in Rückzahlungen vom Finanzamt. Aber psst – wir haben sie hier einmal ganz heimlich dabei fotografiert.

In Clouds und Social Media unterwegs
Natürlich surft METIS gern: Die Ozeane, das World-Wide Web und die Social Media sind quasi ihr Zuhause. Dort ist sie viel unterwegs und Sie werden ihr dort oft begegnen. Da METIS sehr kontaktfreudig und neugierig ist, lässt sie andere gern an ihrem Wissen teil haben – und ist so etwas wie unsere Schnittstelle zwischen Praxis und innovativer Technik.

Quantensprünge
Dass sie dabei mit ihren acht Armen unglaublich schnell ist, kommt uns gut zupass. Denn in der Kanzlei ist immer viel zu tun: Zusammen mit METIS arbeiten wir an den Planungsmodellen 4.0 für die von uns betreuten Unternehmen, um ein Optimum an Transparenz mithilfe aller relevanten Unternehmenskennzahlen bereitstellen und vorhersagen zu können.

Rückkehr in die real-virtuelle Welt
Ihren Ursprung findet METIS in der griechischen Mythologie: Als Tochter von Thethys und Okeanos ist sie eine aus dem Meer geborene Okeanine, eine griechische Göttin und Titanin. Wie die Göttin Nemesis hat es auch METIS verstanden, sich in viele Gestalten zu verwandeln und ist in jeder Hinsicht vielseitig. Wen wundert es, dass sie heute in der Gestalt eines Oktopoden in die real-virtuelle Welt zurückgekehrt ist, um auch den Menschen der Neuzeit ihre herausragenden Eigenschaften zuteilwerden zu lassen.

Meer-Wissen von und über METIS

Es ist der Kanzlei und METIS als Anrainer des Weltkulturerbes Wattenmeer ein besonderes Bedürfnis, Meer-Wissen über seine Bewohner zu vermitteln, und nicht zuletzt einen kleinen Beitrag zum Naturschutz zu leisten. Sie finden hier eine Ansammlung von Wissenswertem und Anregungen rund um das Thema Nordsee, Oktopoden (zu dieser Gattung gehören auch Kraken) und andere Tiere.

Drei Herzen!

Wussten Sie, dass drei Herzen in meiner Brust schlagen? Ja, wir verfügen tatsächlich über drei Herzen für einen gemeinsamen Blutkreislauf – und die brauchen wir auch! Denn ich habe da ein kleines physiologisches Problem: Meine Stoffwechselraten sind höher als bei Fischen. Weil ich aber den weniger effizienten Farbstoff Hämocyanin besitze, kann mein Blut nicht so viel Sauerstoff transportieren. Deswegen haben Kraken im Lauf der Evolution zusätzliche Herzen entwickelt. Zudem unterstützen aktiv pulsierende Venen die Blutzirkulation, die den Herzen damit einen Teil der Arbeit abnehmen und sicherstellen, dass alle Organe ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Mein Hauptherz befindet sich im Eingeweidesack in der Körpermitte. Anders als das menschliche Herz hat es zwei Ausgänge für arterielles Blut. Eine Hauptschlagader führt zu meinem Kopf, eine weitere Aorta versorgt die inneren Organe. Zusätzlich verfüge ich über zwei weitere Herzen an der Basis der Kiemen, mit denen der lebensnotwendige Sauerstoff aufgenommen und an das Hauptherz weiter geleitet wird. Meine Herzen sind also quasi in Reihe geschaltet. Haben Sie auch ein Herz für mich?

 

Total beweglich!

Haben Sie schon einmal gesehen, wie ich meinen Riesenkörper in einer Kokosnuss verberge? Manchmal muss ich mich vor Fressfeinden schützen – und dann suche ich mir einen “Panzer”. Denn abgesehen von einer Knorpelschicht über dem Gehirn und meinem kräftigen Hornschnabel. besitze ich als Weichtier weder Knochen noch Knorpel. Während Wirbeltiere mit ihrem starren Skelett nur bestimmte Bewegungen ausführen können – die Beine von Fröschen, Ratten oder Hunden lassen sich beispielsweise nicht seitwärts beugen – kann ich meine acht Arme völlig frei in alle Richtungen zu verformen. Ich verfüge zwar über eine Persönlichkeit aber eben kein Rückgrat. Das macht mich extrem beweglich, und ich kann so selbst in kleinste Öffnungen und engste Felsspalten eindringen. Und wenn gerade keine vorhanden sind, dann tut’s auch eine Bierdose. Ich bin ein Meister des Verschwindens – und des Verformens. Eine gute Tarnung ist eben alles!

 

Geschmeidiger Körper – harte Nahrung!

Was meine Nahrung angeht bis ich alles andere als ein Weichei: Im Meer geht es robust zu, und man muss nehmen, was einem die Nahrungskette liefert. Meine Mahlzeiten bestehen hauptsächlich aus Krebstieren wie Krabben sowie Weichtieren wie Schnecken und Muscheln – aber die verstecken sich in einer harten Schale oder einem Panzer! Darum hat mir die Natur einen zweiteiligen Schnabel aus einem der härtesten Biomaterialien überhaupt geliefert, mit dem ich meine Beute töten und mundgerecht zerkleinern kann. Er befindet sich unterhalb des Kopfes, und der obere Unterkiefer passt in den unteren Unterkiefer, sodass sie zusammen wie eine Schere funktionieren. Der Schnabel ist so hart, dass er von Walen nicht verdaut werden kann und in deren Magen liegen bleibt. Forschende haben untersucht, warum ich mich mit meinem Schnabel nicht selbst verletze und festgestellt, dass er weicher wird, je näher er an meine „Wange“ heranreicht. Toll, oder? Einfach genial, diese Natur!

 

Ein Meister im Tarnen und Täuschen!

Auch wenn mein ganzer Körper ein neuronales Netz und Gehirn ist, schützt mich meine Intelligenz leider nicht davor, gern und viel gefressen zu werden. Bis zu 1.000 Oktopoden kann so ein Wal am Tag verspeisen. Da muss man sich schon etwas einfallen lassen, um am Leben zu bleiben! Unübertroffen bin ich darum in der Kunst der Tarnung. Das dient einerseits der Tarnung aber auch dazu, mich mitzuteilen. Kämpfen Männchen um ein Weibchen, verfärben wir uns zum Beispiel dunkelrot. Bin ich weiß, dann fühle ich meist entspannt. Während andere Tiere ihre Fell- oder Hautfarbe lediglich an einen bestimmten Lebensraum angepasst haben, bin ich in der Lage, Farbe, Muster und Oberfläche fast jeder Umgebung anzunehmen – und das oft in Sekundenbruchteilen, schneller als ein Chamäleon. An nahezu jeder Stelle meines Körpers kann ich farbige Punkte oder Balken erscheinen lassen. Das liegt daran, dass sich in den äußeren Schichten meiner Haut elastische Zellen befinden, die mit Farbpigmenten gefüllt sind. Winzige Muskeln ziehen diese Farbsäckchen rasch zusammen oder dehnen sie, sodass sie mal deutlich sichtbar sind, mal zu verschwinden scheinen. Und selbst die Oberfläche meiner Haut kann ich beeinflussen; je nach Umgebung wirkt sie dann körnig wie Kies, weich wie Tang oder abenteuerlich gezackt wie eine Koralle – immer in der Hoffnung, dass der böse Fressfeind mich nicht erkennt! Umgekehrt lässt sich die gute Tarnung natürlich auch nutzen, um möglichen Beutetieren beinahe unsichtbar aufzulauern. Der wohl größte Verwandlungskünstler ist ein Verwandter von  mir, der in südostasiatischen Küstengewässern heimische Thaumoctopus mimicus. Statt optisch mit dem umliegenden Gelände zu verschmelzen, verwandelt er sich in andere – bedrohlichere – Tiere, um sich so vor Feinden zu schützen. Blitzschnell nimmt er etwa die Farbe eines giftigen Plattfischs an und schlängelt mit angelegten Armen so flach über den Meeresgrund, als habe er sich auch dessen Körperbau angeeignet. Oder er versteckt seinen flexiblen Leib in einer Höhle, aus der er lediglich zwei seiner langen Arme baumeln lässt. Die Extremitäten färbt er schwarz-weiß ein und bewegt sie derart geschickt, dass sie dem vorderen und hinteren Teil einer gefährlichen Seeschlange zum Verwechseln ähnlich sehen.

 

Verschwindetrick in Blau!

Werde ich trotz aller Tarnung von einem Fressfeind entdeckt und bedroht, hbe zwei weitere Möglichkeiten, ihm zu entkommen. Zum einen kann ich ruckartig einen Wasserstrahl aus meinem kräftigen Hautmantel, der meine Eingeweide umschließt, abfeuern und dann mit angelegten Armen blitzeschnell davonschießen. Aber wie die meisten Kopffüßer verfügee ich sogar über eine noch außergewöhnlichere Verteidigungstechnik: Ich besitze einen Tintensack, gefüllt mit einer Flüssigkeit, die vorwiegend aus Melanin besteht, einem der dunkelsten von Tieren hergestellten Stoffe. Dieses Flüssigkeit verwende ich als letzten Verteidigungsmechanismus, um vor einem Angreifern zu fliehen. Wenn ich mich bedroht fühle, gebe ich mit meinem Trichterorgan Tinte aus dem Tintensack ins Wasser und fliehe in die entgegengesetzte Richtung. Die Tinte erzeugt eine dunkle Wolke, die die Sicht des Feindes verdeckt, sodass es mir in der Regel gelingt, schnell zu entkommen kann. Teilweise kann die Tinte auch die Augen der Angreifer reizen und ihren Geruchssinn vorübergehend lähmen.